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Für alle, die ihren eigenen Weg gehen wollen.

Berufsinfotag im BBiW
Sa., 21.07.2018, 9 – 13 Uhr

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News Detail

Das Praktikum - Vorstufe zur Bewerbung

Wer weiß, was später ungefähr auf einen zukommt, dem fällt die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf leichter. Ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb gibt jungen Leuten dabei Hilfestellung. So schnupperten 70 Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Mittelschulen aus der Region kürzlich Ausbildungsluft im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW).

Gedanken über seinen späteren Beruf kann man sich nicht früh genug machen. Doch das Angebot an technischen und chemischen Ausbildungsberufen ist riesig, da sind sich viele Abschlussklässler meist noch unsicher. Ein Praktikum hilft bei der Berufsorientierung, noch dazu im größten Ausbildungsbetrieb der Region. Im BBiW gibt es schon seit vielen Jahren Praktika für Schulen aus der Region. Das haben nun auch  70 Schülerinnen und Schüler von Mittelschulen aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf und Rottal-Inn genutzt. Sie bekamen in einer Woche Antworten auf ihre Fragen: Was genau macht ein Chemikant, ein Industriemechaniker, ein Elektroniker für Automatisierungstechnik oder ein Mechatroniker? Sie durften es herausfinden, ausprobieren und selbst Hand anlegen. Die Ausbilder und aktuelle Azubis der jeweiligen Bereiche standen mit Rat und Tat zu Seite.

Zwei Tage waren für den Bereich Elektrotechnik eingeplant. Die technisch interessierten Schüler lernten, wie man z.B. zum Thema Steuerungstechnik ein Automatisierungssystem programmiert.  Sie fertigten Verlängerungsleitungen für 230 bzw. 400 Volt oder bauten eine Blinkschaltung bzw. eine Lichtschaltung mit Steckdose. In der industriellen Messtechnik muss man wissen, wie ein Messkreis für Druckmessungen funktioniert, auch das war Teil des Praktikums. Die Montagearbeiten kamen bei allen Praktikanten sehr gut an. Während sie gerade eine Platine lötete, betonte eine junge Praktikantin: „Ich habe schon einige Praktika gemacht, aber bis jetzt war das hier im BBiW am interessantesten. Wir dürfen selbst aktiv werden und nicht nur zuschauen. Ich werde mich auf jeden Fall bewerben“.

In der Lehrwerkstatt für  Metall durften die Praktikanten an sechs verschiedenen Stationen bohren, sägen, feilen, planen und montieren. Dabei entstanden kreative Bilderrahmen und kleine Metallwürfel  - praktische Nachweise für zuhause.

Die richtige Arbeitskleidung gehört dazu, die ist schließlich Vorschrift.  Also erkundeten die Schüler im weißen Labormantel die Welt der Chemie und Physik rund um den spannenden Beruf des Chemikanten. An Produktionsanlagen im Miniformat, so genannten Lehrtechnika, lernten die Praktikanten, wie verfahrenstechnische und chemische Prozesse und Vorgänge funktionieren. Dazu nahmen die Schüler verschiedene Messwerte auf, analysierten sie im Labor und veränderten die Parameter am Prozessleitsystem. „Schade, dass das Praktikum schon vorbei ist. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und der Beruf des Chemikanten gefällt mir“, berichtete eine Praktikantin.

Wie das WACKER Werk von innen aussieht war auf der Werkrundfahrt am letzten Tag zu sehen – das Highlight einer jeden Praktikumswoche. Von der Größe des Werkgeländes, den Gebäuden und Produktionsanlagen zeigten sich die Schüler sichtlich beeindruckt. Mit diesen Eindrücken und ihren praktischen Erfahrungen in den Werkstätten kehrten die Mittelschüler wieder zurück in ihren Schulalltag.

Bei diesem Mittelschulpraktikum haben sich schon mehr Mädchen für die technischen Ausbildungsberufe interessiert, als in den Jahren zuvor und die Zahl der weiblichen Bewerber ist eher steigend. „Gerade die technischen Berufe sind die Paradedisziplinen in unserer Ausbildung. Wir konnten den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt dieser Berufe näherbringen und haben tolle junge Leute gesehen, die auch motiviert sind, in diesen Fachrichtungen richtig Karriere zu machen. Jetzt müssen nur noch die Bewerbungen bei uns eingehen“, so Richard Stubenvoll, Geschäftsführer des Berufsbildungswerks Burghausen.